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Was ist Sportakrobatik?
Sportakrobatik (engl.: Acrobatic gymnastics) bezeichnet die Boden- oder Partner- bzw. Gruppenakrobatik als Wettkampfsport. Sportakrobatik wird international von der Fédération Internationale de Gymnastique (FIG - Internationaler Turnerbund) und European Union of Gymnastics (UEG), national vom Deutschen Sportakrobatik Bund (DSAB) und in Rheinland-Pfalz vom Sportakrobatikverband Rheinland-Pfalz (SVR) vertreten.

Regelwerk
Sportakrobaten turnen auf einer zwölf mal zwölf Meter großen federnden Bodenfläche. Das Wettkampfprogramm besteht aus einer Balance-, einer Dynamic-, und einer kombinierten Übung. Meistertitel gibt es international für die Kombi. Nationale Titel werden für die Balance- und Dynamic-Übung vergeben, sowie der Mehrkampftitel als Summe aus Balance, Dynamik und Kombi. Diese unterscheiden sich im Charakter grundlegend. Alle Übungen müssen für maximal zwei (Dynamik), bzw. zweieinhalb Minuten (Balance und Kombi) nach Instrumentalmusik choreografiert werden.
Die Übungen setzen sich zusammen aus Gruppen- oder Paarelementen und individuellen Elementen; diese sollen dem Charakter der Übung entsprechen. Bei allen Zusammensetzungen müssen die Vorgaben des Code of Point (Regelwerk für Sportakrobatik) und die des Kürkataloges berücksichtigt werden. Beide werden von der FIG im olympischen Zyklus alle vier Jahre überarbeitet und an die Länder weitergegeben.  
Spezielle Eigenheiten für Deutschland werden in der Wettkampfordnung des DSAB geregelt; die für Rheinland-Pfalz durch die des SVR. Auch die Altersklassen werden national angepasst; regional werden zudem noch Klassen zur Förderung des Nachwuchses geschaffen. 

Altersklassen
Altersklassen   

Die internationalen Disziplinen sind Damen Paare, Gemischte Paare und Herren Paare, sowie Damen Gruppen (3er) und Herren Gruppen (4er).   
National wird dies ergänzt durch Podest weiblich und Podest männlich, sowie im Nachwuchsbereich durch die Herren Gruppe (3er).
In Rheinland-Pfalz kommt für die Sportakrobatikneulinge noch die Disziplin Doppel hinzu. 

Merkmale der Balance-Übung
In einer Balance müssen Kraft, Balance, Flexibilität und Beweglichkeit demonstriert werden und die Partner bleiben bei der Darbietung von Partner-/Gruppenelementen im ständigen Kontakt. Diese Elemente können Aufbauten, statisch gehaltene Positionen (z.B. Handstand auf den Händen des Unterpartners) oder Veränderungen von einer Halteposition zur anderen sein (z.B. Heben in den Handstand auf den Händen des Unterpartners, Diamidow vom Boden auf die Hände des Unterpartners). Alle statischen Elemente der Paare und Gruppen müssen für mindestens 3 Sekunden gehalten werden. Dazu kommen individuelle akrobatische Elemente (Stände, Beweglichkeitselemente, Sprünge in eine Pose und choreographische Drehungen).

Merkmale der Dynamik-Übung
In der Dynamik haben alle Elemente eine Flugphase (z. B. Saltos in verschiedenen Variationen), die der Oberpartner von Unterpartnern gesprungen auf dem Boden landen oder auf dem Unterpartner gefangen landen kann. Sprünge des Oberpartners vom Boden mit Unterstützung des Unterpartners und von diesem gefangen sind auch möglich. Zu den nötigen individuellen Elementen gehören Sprünge wie Saltos, Flick-Flacks, Überschläge und choreographische Sprünge.

Merkmale der Kombi-Übung  
Die Kombi beinhaltet sowohl Elemente, die für die Balance-Übung als auch solche, die für die Dynamik-Übung charakteristisch sind.
Die kombinierte Übung besteht aus einer Mischung von den vorgenannten beiden verschiedenen Übungscharakteristiken.

Bewertung
Ausführung
Durch vier separate Kampfrichter für die technische Ausführungsnote werden die Fehler von der Höchstnote 10,0 abgezogen. Punktabzug gibt es hier ähnlich wie beim Turnen für Haltungsfehler, Unsicherheiten, schlechte sportliche Technik usw.
Artistik
Durch ebenfalls 4 separate Kampfrichter für die artistische Note werden seit 2017 nach fünf verschiedenen Kriterien bis maximal 10,0 Punkte vergeben. Bewertet werden das Partner-Verhältnis, der Ausdruck, die Darbietung, die Kreativität und die Musikalität.
Schwierigkeit
Der Schwierigkeitswert wird von den Schwierigkeitskampfrichtern vergeben, die die Übung nach dem vorher eingereichten Übungsbogen kontrollieren und danach die Note rechnerisch ermitteln. Seit 2017 wird die Schwierigkeitsnote deutlich reduziert. Hauptaugenmerk ist auf die saubere Ausführung zu legen.
Endwert
Der Endwert der Übung wird ermittelt aus der Summe des Schwierigkeitswertes, der Artistiknote und der doppelten Note der Ausführung.